Depotkonto Vergleichsrechner
Wer Wertpapiere als Anlageform nutzen will, benötigt ein Depotkonto. Die Buchungen können je nach Anbieter telefonisch, per Internet oder auf beiden Wegen erfolgen. Reine Internetkonten sind aufgrund des geringeren Verwaltungsaufwands des Instituts mitunter deutlich günstiger. Die wesentlichen Gebührenblöcke sind die Basis-Depotkosten (entweder abhängig vom Depotvolumen, zu einem Festpreis oder ggf. auch kostenlos) und die Orderkosten (Gebühren für den Kauf bzw. Verkauf der Wertpapiere). Bei einer mittleren bis hohen jährlichen Anlagesumme, sollte insbesondere auf niedrige Orderkosten geachtet werden. Bei kleineren Anlagesummen und wenigen Transaktionen im Jahr fallen hingegen die Depotkosten stärker ins Gewicht.
Allgemeine Arten von Wertpapierdepots
Neben den üblichen offenen Depots existieren auch sogenannte geschlossene Wertpapierdepots. Diese sind genau genommen nichts anderes als ein Schließfach bei einer Bank, in welchem die Wertpapiere physisch aufbewahrt werden. Der Kunde ist für alle weiteren Maßnahmen, wie etwa die Einforderung der Dividenden und zu ergreifenden Maßnahmen bei Aktiensplitting oder Kapitalerhöhungen selbst verantwortlich. Daher sind geschlossene Depots bei Privatanlegern fast überhaupt nicht anzutreffen.
Offene Depots
Bei offenen Depots unterscheidet man zwischen einem als Konto geführtes Depot auf welchem die Ansprüche rein digital erfasst werden („Girosammelverwahrung“) und einer digitalen Kontoführung mit einer zusätzlichen physischen Verwahrung der Wertpapiere durch das eigene Finanzinstitut („Sonderverwahrung“ oder auch „Streifbandverwahrung“). Da eine Sonderverwahrung keine wirklichen Vorteile bietet, aber höhere Kosten verursacht, ist sie in der Praxis fast überhaupt nicht mehr anzutreffen.
Bei der genannten Girosammelverwahrung liegen die Wertpapiere nicht bei dem eigenen Finanzinstitut, sondern bei einem Zentralverwahrer, welcher auch die Buchungen zwischen unterschiedlichen Depotbanken abwickelt. Auf diese Weise müssen nicht alle Finanzinstitute entsprechende Schnittstellen miteinander unterhalten, sondern nur die Schnittstelle zum Zentralverwahrer. Aktuell gibt es in Deutschland nur einen einzigen Anbieter namens „Clearstream“, welcher sich zu 100% im Besitz der Deutschen Börse AG befindet und auch die gesamte Abwicklung für den Staat Luxemburg übernimmt.
Sicherheit
Aktien und Fonds sind Sondervermögen und verbleiben auch bei einer Insolvenz des eigenen Finanzinstituts im Eigentum des Anlegers.
Anders gesagt: Sie gehen nicht in die Insolvenzmasse ein und sind daher vor dem Zugriff der Gläubiger der Bank geschützt.
Das gilt jedoch nicht für Zertifikate - hier besteht der Anspruch gegen die ausgebende Bank, weshalb im Insolvenzfall theoretisch auch ein Totalverlust der Werte denkbar ist.
Sonstiges
Für einen Depotübertrag (die Übertragung der Wertpapiere auf ein anderes Konto beim selben oder anderen Anbieter) dürfen in Deutschland keine Gebühren erhoben werden, sofern die Wertpapiere nicht gleichzeitig auch den Besitzer wechseln.
Ein Standard-Depot benötigt zudem immer ein Referenzkonto für Zinsen, Dividenden sowie die monetären Ein- & Auszahlungen beim Kauf bzw. Verkauf der Wertpapiere.
Je nach Anbieter wird entweder ein (Giro-)Konto zusammen mit dem Depotkonto angeboten, oder es kann ein eigenes bestehendes Konto als Referenzkonto festgelegt werden.
